2 Jahre Carnivore: ehrlicher Erfahrungsbericht

2 Jahre Carnivore: meine ehrlichen Erfahrungen als Frau

Wie fühlt es sich an, 2 Jahre lang carnivore zu leben?

Für mich ist diese Frage heute nicht mehr theoretisch. Nach zwei Jahren mit einer sehr klaren, stark tierbasierten Ernährung kann ich sagen: Es hat nicht nur mein Essen verändert, sondern auch meinen Alltag, meinen Blick auf meinen Körper und mein Verständnis von Gesundheit und genau deshalb möchte ich in diesem Artikel nicht über Dogmen sprechen, sondern über Erfahrung.

Nicht darüber, was für jeden Menschen richtig sein muss, sondern darüber, was sich für mich persönlich verändert hat, was leichter wurde, was am Anfang schwierig war und worauf ich heute deutlich anders schaue als früher.

Wenn du schon vieles ausprobiert hast und trotzdem das Gefühl kennst, dass dein Körper irgendwie nie wirklich ruhig oder stabil war, dann verstehst du vielleicht, warum ich überhaupt offen wurde für einen Weg, der mir früher völlig zu extrem erschienen wäre.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum ich Carnivore überhaupt ausprobiert habe

  2. Mein Weg davor: Ich hatte vieles schon versucht

  3. Die ersten Wochen – zwischen Unsicherheit und Überraschung

  4. Was sich für mich körperlich verändert hat

  5. Was sich mental und im Alltag verändert hat

  6. Was mich als Frau besonders überrascht hat

  7. Was nicht nur leicht war

  8. Warum Carnivore für mich heute mehr als eine Diät ist

  9. Was ich heute anderen mitgeben würde

1. Warum ich Carnivore überhaupt ausprobiert habe

Wenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ich einmal fast nur tierische Lebensmittel essen würde, hätte ich vermutlich den Kopf geschüttelt.

Ich hatte selbst lange ein ganz anderes Bild von „gesunder Ernährung“.

Ich war über Jahre (22) in sehr bewussten, kontrollierten, teilweise vegetarischen oder pflanzenbetonten Denkweisen unterwegs.

Ich hatte mich mit Ernährung beschäftigt, mit Körperarbeit, mit Fitness, mit Disziplin – und trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mein Körper nicht wirklich stabil war.

Es war nicht so, dass ich gar nichts gemacht hätte. Im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, ständig auf mich achten zu müssen und trotzdem blieben Dinge da, die mich immer wieder beschäftigt haben:

  • schwankende Energie

  • wiederkehrende Kopfschmerzen

  • Verdauungsprobleme und Blähungen

  • das Gefühl, dass hormonell etwas nie ganz ruhig war

  • und vor allem dieses ständige Kreisen darum, wie ich essen muss, damit mein Körper „funktioniert“

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich nicht mehr nur neue Theorien hören wollte. Ich wollte endlich verstehen, was meinem Körper tatsächlich guttut – und was nicht. Wie funktioniert es genau..?

2. Mein Weg davor: Ich hatte vieles schon versucht

Bevor ich Carnivore ausprobiert habe, hatte ich bereits viele unterschiedliche Wege hinter mir.

Dazu gehörten unter anderem:

  • Clean Eating

  • vegetarische Phasen

  • zeitweise pflanzenbetonte Ernährung

  • glutenfreie Phasen

  • ketogene Ansätze

  • Paleo-Übergänge

  • intermittierendes Fasten

  • sehr bewusste Fitness- und Formphasen

Ich hatte also nicht das Gefühl, „nichts getan“ zu haben. Eher im Gegenteil: Ich war ständig aufmerksam, diszipliniert und bemüht und trotzdem blieb da immer wieder dieses Grundgefühl:


Es ist nie wirklich ruhig.
Nie wirklich einfach.
Nie wirklich stabil.

Gerade das hat mich irgendwann nachdenklich gemacht. Denn wenn man so viel versucht und trotzdem immer wieder an denselben Punkten landet, dann reicht Wissen allein irgendwann nicht mehr aus.

3. Die ersten Wochen – zwischen Unsicherheit und Überraschung

Als ich im August 2023 mit Carnivore gestartet bin, wusste ich ehrlich gesagt nicht, wie lange ich das überhaupt machen würde.

Ich wollte mir zuerst einfach nur die Chance geben, etwas wirklich anders auszuprobieren. Ohne ständiges Mischen. Ohne dauerndes Zurückrudern. Ohne hundert Ausnahmen.

Die ersten Tage waren intensiv. Ich hatte anfangs deutlich mehr Appetit als erwartet, und ich musste erst lernen, dass mein Körper offensichtlich anders auf diese neue Form der Ernährung (Ketose) reagiert als auf alles, was ich vorher gemacht hatte.

Was mich überrascht hat:
Nach dieser sehr intensiven Anfangsphase wurde es deutlich ruhiger.

Der Essdrang wurde weniger.
Das ständige Denken an Essen wurde leiser.
Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dauernd etwas „brauchen“ zu müssen.

Natürlich war das kein magischer Schalter aber schon nach wenigen Wochen hatte ich das Gefühl, dass mein Körper anders arbeitet als vorher.

Nicht hektischer.
Sondern ruhiger:)

4. Was sich für mich körperlich verändert hat

Hier spreche ich bewusst nur über meine persönliche Erfahrung.

Mehr Ruhe im Bauch

Einer der deutlichsten Punkte war mein Bauchgefühl – im wörtlichen Sinn. Über lange Zeit war Verdauung für mich nie etwas einfaches.

Blähungen, Völlegefühl, Unruhe im Bauch – all das war mir nicht fremd.

Mit Carnivore wurde das für mich deutlich ruhiger. Mein Bauch fühlte sich weniger gereizt an, mein Essen vorhersehbarer, mein Alltag leichter.

Weniger Schwankung

Ich hatte vorher oft das Gefühl, dass mein Körper auf vieles empfindlich reagiert. Nicht immer dramatisch, aber genug, um ständig aufmerksam sein zu müssen.

Mit der Zeit wurde genau das anders. Weniger Chaos. Weniger Auf und Ab. Mehr Stabilität.

Weniger ständiges Hungergefühl

Was mich ebenfalls überrascht hat: Ich fühlte mich deutlich länger satt. Nicht in einem schweren, belastenden Sinn – sondern eher in einer ruhigen, verlässlichen Weise.

Ich musste nicht mehr ständig planen, snacken oder auf den nächsten „kleinen Energieschub“ hoffen.

Ich habe einfach kein Hunger gehabt, weil ich immer saettig gewesen bin.

5. Was sich mental und im Alltag verändert hat

Ein Punkt, der für mich fast noch wichtiger war als alles Körperliche, war die Veränderung im Kopf.

Weniger Gedankenlärm

Vorher war Ernährung immer auch mental anstrengend.

Was esse ich? Was sollte ich lieber lassen? Was bringt mich aus dem Gleichgewicht? Was macht meinen Bauch schlimmer? Was hilft? Was schadet?

Mit der Zeit wurde das deutlich einfacher.

Weniger Nachdenken.
Weniger Grübeln.
Weniger inneres Verhandeln.

Mehr Klarheit

Ich hatte das Gefühl, dass mein Kopf ruhiger und klarer wurde. Nicht im Sinne von „perfekt“, sondern eher so, als würde ständig weniger Nebengeräusch mitlaufen.

Gerade im Alltag mit Kindern, Beruf, Verantwortung und wenig freier Zeit war das für mich unglaublich wertvoll.

Mehr Zeit und weniger Küchenchaos

Was ich vorher völlig unterschätzt hatte: Eine einfachere Ernährung spart nicht nur Energie im Körper, sondern oft auch Zeit im Alltag.

Weniger Rezeptsuche.
Weniger ständiges Planen.
Weniger Drama rund ums Essen.

Gerade als Mutter war das für mich kein Nebeneffekt, sondern eine echte Erleichterung.

6. Was mich als Frau besonders überrascht hat

Als Frau hatte ich lange das Gefühl, dass mein Körper immer wieder anders reagiert, als man es in allgemeinen Ernährungsempfehlungen liest.

Genau deshalb war für mich besonders spannend, was sich im Laufe der Zeit verändert hat:

  • mein Energiegefühl wurde stabiler

  • mein Körper wirkte weniger „reaktiv“

  • ich fühlte mich in meinem Alltag belastbarer

  • ich hatte weniger das Gefühl, ständig gegen meinen Körper zu arbeiten

Auch meine Wahrnehmung von Weiblichkeit hat sich verändert – nicht äußerlich im oberflächlichen Sinn, sondern innerlich.

Ich hatte das Gefühl, wieder mehr bei mir zu sein.
Weniger fremdgesteuert durch Hunger, Schwankungen oder ständige Reaktion.


Mehr präsent. Mehr stabil. Mehr verbunden mit meinem Körper.

Das war für mich persönlich eine der größten Veränderungen überhaupt

7. Was nicht nur leicht war

Ich möchte diesen Erfahrungsbericht bewusst nicht so schreiben, als wäre alles sofort mühelos gewesen.

Denn das war es nicht.

Das soziale Umfeld

Gerade am Anfang war mein Weg für andere nicht immer leicht nachzuvollziehen. Skepsis, Widerstand oder Unverständnis waren definitiv da.

Und das ist auch etwas, worauf viele nicht vorbereitet sind:
Wenn du dich veränderst und dein Körper darauf gut reagiert, heißt das nicht automatisch, dass dein Umfeld sofort begeistert ist.

Alte Denkmuster loslassen

Für mich war es auch mental eine Umstellung, Fett nicht mehr automatisch als Problem zu sehen, einfache Mahlzeiten nicht als „zu wenig“ zu bewerten und aufhören zu müssen, mich ständig an klassischen Ernährungsregeln zu orientieren.

Vertrauen lernen

Vielleicht war genau das die eigentliche Herausforderung: wieder zu lernen, dem eigenen Körper mehr zu vertrauen als dem ständigen Ernährungslärm von außen.

8. Warum Carnivore für mich heute mehr als eine Diät ist

Heute würde ich Carnivore für mich nicht mehr als reine Diät bezeichnen.

Es ist für mich eher ein System geworden, das vieles vereinfacht:

  • mein Essen

  • meine Planung

  • meinen Alltag

  • mein Körpergefühl

  • meine mentale Ruhe

Das bedeutet nicht, dass ich es als einzig richtigen Weg für alle Menschen sehe aber für mich persönlich ist es ein Weg geworden, der mich stärker mit meinem Körper verbunden hat, statt mich noch weiter von ihm zu entfernen.

Und genau deshalb hat sich mein Blick verändert:
Ich sehe Ernährung heute nicht mehr als ständige Kontrolle, sondern viel mehr als etwas, das tragen und entlasten darf.

9. Was ich heute anderen mitgeben würde

Wenn du darüber nachdenkst, Carnivore auszuprobieren oder dich gerade in einer Umstellung befindest, dann würde ich dir vor allem diese Dinge mitgeben:

1. Nicht aus Angst starten, sondern aus Klarheit

Mach es nicht, weil du dich bestrafen willst und auch nicht, weil du irgendwo gelesen hast, dass es ein Wundermittel sei. Sondern weil du ehrlich schauen möchtest, was dein Körper wirklich braucht.

2. Nicht sofort Perfektion verlangen

Viele scheitern nicht an der Ernährung, sondern am Perfektionsdruck. Ein klarer, ruhiger Einstieg ist oft viel hilfreicher als ein extremer.

3. Beobachte dich ehrlich

Nicht jeder erlebt dasselbe aber wenn du aufmerksam bist, wirst du oft relativ schnell merken, was dir guttut – und was nicht.

4. Vereinfachung kann ein Geschenk sein

Viele Menschen suchen ständig nach mehr Informationen, mehr Regeln, mehr Lösungen. Manchmal liegt die Entlastung aber nicht im Mehr, sondern im Weniger.

Ich habe nicht nur meine Ernährung verändert – ich habe aufgehört, ständig gegen meinen Körper zu arbeiten.

Für mich persönlich hat Carnivore nicht alles „perfekt“ gemacht aber es hat vieles ruhiger, klarer und stimmiger werden lassen.

Genau das war am Ende vielleicht die größte Veränderung.

Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung

Manches ist zuerst einfach da.

Als Gedanke.

Als Gefühl.

Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,

nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.

Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.

Nicht jetzt.

Nicht für alle.

Und ohne Erklärung.

Wenn du wissen möchtest, wann sich dieser Weg öffnet,

sage ich dir Bescheid.

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