Carnivore Diät Erfahrungen… so bin ich auch darauf gestoßen. Nicht, weil es „Trend“ ist, sondern weil etwas nicht stimmte. Nicht so: „Ach, ich bin ein bisschen müde.“ Sondern so, dass mein Körper viel zu oft gegen mich gearbeitet hat.
Er war wie ein Gegner. Und ganz ehrlich: Er hat einfach nicht richtig funktioniert.
Das Schwerste daran war nicht das Essen. Das Schwerste war mein Kopf. Dieser endlose innere Film: Was soll ich essen? Was nicht? Warum schaffe ich das nicht? Warum bin ich so? Warum funktioniere ich nicht „normal“?
Ich dachte jahrelang, ich sei das Problem. Dass mein Körper schlecht ist, kompliziert, zickig, zu empfindlich.
Dabei wollte ich eine Sache nicht aussprechen: Vielleicht ist er einfach überlastet. Vielleicht habe ich ihm viel zu viel zugemutet… und ich habe es nicht mal bemerkt.
Ich wollte nicht nur besser aussehen. Ich wollte ruhiger leben, und einfacher.
Natürlich wollte ich auch abnehmen. Wer will das nicht, wenn man im Spiegel nicht mehr die Person sieht, die man einmal war?
Aber tiefer drin war der Wunsch: Ich will meinen Körper nicht mehr jeden Tag wie eine Überlebens-Tour erleben. Ich will morgens nicht „warm werden“ müssen. Ich will mich nicht mit Kaffee, Zucker und Willenskraft in den Tag drücken.
Ich wollte nicht mehr vor jedem Anlass abnehmen müssen – Apero, Geburtstage, Weihnachten, Abendessen, Sommerferien… nur damit das Kleid wieder „passt“.
Dann kam dieses ganze Fleisch-Thema, und ich stand da: „Okay… aber was ist das überhaupt?“
Denn ehrlich: Ich war keine klassische Fleisch-Liebhaberin. Im Gegenteil. Ich kannte die Fleischsorten nicht mal richtig. Fisch, Meeresfrüchte und richtig Spareribs – das war okay. Aber „richtiges Fleisch“? Da war ich Tourist.
Mein Mann hat sogar gelacht: „Du, die nicht mal Fleisch braten kann… du willst jetzt…?“ Ja. Genau.
Trotzdem habe ich es gemacht. Nicht als Diät, sondern als Chance. Als Versuch, dass mein Körper endlich nicht mehr mein Feind ist – wenn er es überhaupt war.
Ich hatte keine großen Erwartungen. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ich hatte keine Ahnung, wie die ersten Tage werden und das klingt komisch, aber: Es war befreiend.
Denn wenn man „alles weiß“, will man meistens alles kontrollieren: Symptomliste, Tage zählen, Gramm zählen, messen, verbieten. Ich habe so nicht angefangen. Ich habe keine Tage gezählt. Ich habe kein Wunder erwartet. Ich habe keine neue Identität daraus gebaut:
„Ab jetzt bin ich so.“
Ich habe einfach gemacht, was die Ärztin mir gesagt hat und wenn ich eine Frage hatte, habe ich sie gefragt. Punkt.
Für mich ist hier der große Unterschied: Das wurde keine Religion. Das wurde Praxis, Alltag, keine „Challenge“, kein Kampf. Nur:
Heute esse ich so. Ich schaue, was passiert.
Natürlich habe ich beobachtet. Nicht zwanghaft – eher neugierig. Und ja: Ich habe Fotos gemacht, weil ich gemerkt habe, dass mir Woche für Woche eine kleinere Größe passt. Nicht, um es irgendwem zu beweisen. Sondern, weil ich es selbst kaum glauben konnte.
Weißt du, was das Lustigste war? Ich wusste nicht mal, was ich essen soll. Ich kannte die Lebensmittel nicht. Ich hatte keinen Rhythmus, kein „Lieblingssteak“, nur lieblings Spareribs:)
Ich habe dort gelernt, was der Unterschied zwischen Schwein und Rind in meinem Körper ist – nicht nur auf dem Teller.
Als Kind habe ich viel Feisch, Innere Organe, fettige Sache gegessen, aber eben meine neue "Lebensstyle" nicht mehr gegessen, obwohl ich es alles geliebt habe:)
Die ersten Tage waren komisch, nicht schlecht, aber auch nicht gut. Einfach ungewohnt.
Ich hatte anders Hunger. Zu anderen Zeiten. Auf eine andere Art.
Mein alter Hunger war oft wie ein Alarm: „Ich brauche JETZT etwas!“ Das hier war eher ein Signal, kein Panik-Alarm.
Nur: Ich wusste nicht, worauf ich reagieren soll, weil ich diese Sprache nicht kannte.
Ich wollte viele Dinge nicht mehr, die früher meine „sichere Wahl“ waren – meine Stress-Lieblingssachen. Und plötzlich… brauchte ich sie nicht. Kein Mangelgefühl, kein „Okay, ich gebe sowieso bald auf“.
Ich war nie die Typ....
Mein Körper hat nicht protestiert. Er hat sich angepasst. Als würde er sagen: „Okay… endlich etwas anderes.“ Endlich bekam ich einen Ausweg.
Aber dann kam dieser typische menschliche Reflex:
Dann esse ich halt mehr. Weil das Gehirn panisch werden kann: „Oh Gott, keine Kohlenhydrate!“
Genau da kam bei mir die erste echte Szene: ein Tag, der sich wie ein Fressanfall angefühlt hat.
Es gab einen Tag, da dachte ich: Ich bin hungrig. Aber wirklich. Ich hatte schon ein ganzes Grillhähnchen (Poulet) gegessen… und war immer noch hungrig.
Und ich stand da: „Ist das jetzt ernst?“
Dieser Teil ist wichtig, weil viele hier die falsche Schlussfolgerung ziehen:
„Das funktioniert nicht“, „Das ist nur Essen“, „Das ist wieder Kontrollverlust“.
Bei mir ging es nicht darum. Es ging darum, dass ich nicht getroffen habe, was mein Körper wirklich braucht.
Mein Körper war wie ausgehungert. Da war ein großes Defizit. Und er hat alles genutzt – und wollte noch mehr und mehr. Das war für mich extrem interessant.
Dann kam die Anweisung:
„Okay, du kannst noch essen. Aber was wäre, wenn du rotes Fleisch isst?“
Und ich so: „Aha… okay.“
Und da war der Wendepunkt. Ich bin auf Schwein/Rind umgestiegen und plötzlich… war ich satt. Nicht vollgestopft, nicht schlecht nicht „egal, Hauptsache irgendwas“, sondern ruhig, tief fertig.
Diese Art von Sättigung kannte ich früher selten. Nicht „bis zum Platzen“, sondern „es ist abgeschlossen“. Ich war nicht schwer, ich musste nicht schlafen, ich brauchte nur kurz Ruhe: Ich habe gegessen. Und dann war es gut. Kein Bissen ging mehr runter – und das war’s. :)
Da habe ich das erste große Ding verstanden: Vielleicht war nicht meine Willenskraft das Problem. Vielleicht war der Treibstoff einfach nicht kompatibel mit dem, was mein Körper verlangt.
Die erste Woche begann bei mir im Kopf. Ich wurde nicht euphorisch. Ich wurde keine „Superfrau“. Es gab kein Instagram-Wunder.
Aber alles wurde ruhiger und erholsamer.
Und die Migräne? … sie kam nicht, nicht schwächer oder nicht seltener. Sondern gar nicht. Einmal hatte ich einen kleinen Druck, aber mit Elektrolyten wurde es wieder gut.
Wichtig: Ich mache daraus kein Versprechen für alle. Migräne ist komplex. Aber es stimmt: Es gibt Übersichten, die sagen, ketogene
Ansätze können Potenzial haben.
Für mich war es kein „Beweis“, sondern ein Zeichen: Mein Körper kann so leben, ohne Kopfschmerz.
Und währenddessen wurde die Hose… immer lockerer. Nicht in einem Tag. Sondern Woche für Woche. Das war so komisch, weil ich früher immer gelitten habe, wenn ich in Form kommen wollte – Wochen lang, vor Fotos, Auftritten, Sommer, irgendwas. Jetzt lief es einfach.
Beim Training hatte ich kurz etwas Schwäche aber mehr nicht. Kein Zusammenbruch. Kein „Keto-Flu-Horror“. Eher ein Hinweis: Der Körper stellt um.
Ja, natürlich haben Elektrolyte geholfen. Viele machen hier den Fehler, weil sie denken: „Das ist Willenskraft.“ Nein. Es ist oft einfach so, dass bei weniger Kohlenhydraten auch Wasser- und Salzhaushalt anders reagieren können. Bei mir war das kein großes Thema – ich habe nur gemerkt: Wenn ich darauf achte, ist alles okay.
Was sich aber komplett verändert hat, war die Verdauung. Ich sage nicht „besser“. Ich sage: anders. Berechenbarer. Ruhiger. Als würde mein Körper endlich „mitspielen“, statt dauernd zu verhandeln.
Mein größter Gewinn war nicht, dass „alles perfekt“ wurde. Sondern, dass ich nicht mehr aus allem ein Problem machen musste: Aus dem Aussehen, dem Gefühl, dem Bauch, dem Stuhlgang, dem Blähbauch… alles.
In Woche 2 kam etwas, das ich so nicht kannte: Ich machte morgens die Augen auf, stand auf – und der Tag lief.
Ich brauchte keinen Kaffee, um „lebendig“ zu werden. Keine 15 Minuten im Bett, dieses „Okay, jetzt funktioniere ich“.
Um 6:30 Uhr aufstehen, und ich hielt bis 23 Uhr durch. Nicht hektisch, nicht überdreht, einfach stabil. Durchgehend Kraft und Energie. Ein beeindruckendes Gefühl.
Das Wort, das bei mir alles trifft: stabil.
Früher hatte ich auch Energie, aber es war eine Achterbahn. Wenn mein Kind schlief, schlief ich mit, damit ich „fit“ bin. Jetzt war es, als hätte jemand alles geglättet. Ich brauchte tagsüber keine „Abschalt-Pause“, weil ich auseinanderfalle. Und ich brauchte keinen Kaffee, um klar zu werden. Klar, kurze Ruhe war manchmal schön – aber nicht nötig, nicht Zwang.
Und dazu kam etwas anderes: Frieden, Erleichterung, Reinigung, nicht als spirituelles Gerede, sondern so: weniger Spannung im Körper.
Ich bin gerade 40 geworden. Ja, ich kenne die Sprüche: „Menopause ist nicht so weit“, „dramatisier nicht“.
Aber ich kenne meinen Körper und ich sehe in meinem Beruf genug, um zu wissen, was ich nicht will. Deshalb habe ich immer nach einer Lösung gesucht: Ich will mich – für mein Alter – 10 Jahre jünger fühlen
Überraschend: In der zweiten Woche fühlte es sich so an, als wäre das hormonale Auf und Ab, das ich früher „normal“ fand, gedämpft. Nicht weg. Aber: Es hat meinen Tag nicht mehr bestimmt.
Das war riesig für mich. Denn früher war ich oft nicht „ich“. Mein Körper hat gezogen, gedrückt, die Stimmung gewechselt, verlangt, ermüdet, genervt. Und jetzt war es, als hätte ich mich zurückbekommen.
Dann kam die heikle Erkenntnis: Ich habe jahrelang gedacht, vegetarisch zu leben wird mich „retten“. Dass ich davon gesund, schön, leicht werde. Na dann stellte sich heraus: Bei mir hat es eher Probleme gebracht.
Nicht, weil „Pflanzen schlecht“ sind, sondern weil es für meinen Körper, meine Belastung, meine Situation nicht gut war. Punkt. Persönlich. Keine Mission.
Ich habe nicht über Nacht 30 Kilo verloren. (Nur später, in zwei Monaten.) Ich hatte kein Traumleben. Mein Leben war nicht plötzlich gelöst. Und das ist wichtig.
Denn wenn du ein Wunder erwartest, brichst du beim zweiten schwierigen Tag zusammen. Ich wollte kein Wunder. Ich wollte Funktion. Dass mein Körper endlich nicht mehr der Feind ist.
In zwei Wochen waren ungefähr 6 Kilo weg. Für mich war das verrückt. Nicht weil die Zahl heilig ist, sondern weil ich früher immer gelitten habe, wenn ich in Form kommen wollte.
Ich muss es dazu sagen: Ich habe dabei nicht mal trainiert. Nur Essen. Das hat sogar mein altes „Wissen“ erschüttert, dass Training „30%“ ist…
Die größte Veränderung? Dass ich nicht mehr ständig damit beschäftigt war, wie ich aussehe. Ich hing nicht an meinem Bauch, an jeder Wölbung, an der Frage: „Kann ich das Kleid jetzt tragen?“
Früher war „gut aussehen“ eine extra Vorbereitung. Jetzt passierte es… einfach, ständig, ohne Stopp.
22 Jahre lang dachte ich, mein Körper sei „problematisch“, und in zwei Wochen wurde klar:
Er war nur überlastet. Voll mit Zeug, das er nicht brauchte – und er wollte es ständig loswerden. Zu viele Kohlenhydrate,. Zu viele „schlaue Lösungen“.
Zu viele Ersatzprodukte, zu viel Stress.
Ja, ich habe auch geglaubt: „Protein geht auch aus Pflanzen.“ Das sagen viele. Aber ich fühlte: Es wird nicht so genutzt. Es baut nicht so. Es beruhigt nicht so. Fleisch… schon.
Wenn du einen strengeren, medizinischen Blick auf die carnivore Richtung willst: Paleomedicina / Dr. Zsófia Clemens steht für einen sehr tierbasierten, paleolithisch-ketogenen Ansatz – mit klinischer Erfahrung. (Nicht für alle. Kein Spiel.)
Für mich waren diese 14 Tage kein Beweis, kein Experiment, keine Studie.
Es war eine Erfahrung, mein Körper, mein Leben, und ehrlich: Das war wie ein Abschluss meiner ewigen Suche. :)
Ab da war nicht mehr die Frage, ob ich weitermache. Natürlich mache ich weiter – mindestens 30 Tage. Nicht, weil es „richtig“ ist. Nicht, weil alle klatschen. (Ganz ehrlich: geklatscht hat keiner – sie waren eher schockiert, wie gut ich aussehe.)
Ich bekam auch Gegenwind. Aber ich fühlte mich von morgens bis abends verdammt gut.
Und wenn du das einmal fühlst… willst du nicht zurück in diese alte, jammerige, „ja, so ist es halt“-Endlosschleife. Nie wieder.
1) Ist es normal, wenn der Hunger am Anfang komisch ist?
Ja. Du bekommst andere Signale, und du brauchst Zeit, sie zu „übersetzen“.
2) Warum war die Migräne besser?
Ich weiß es nicht sicher. Es gibt Forschung zu Ketose und Migräne, aber es ist nicht endgültig und nicht für alle.
3) Muss man alles messen und zählen?
Nein. Bei mir war der Punkt genau die Freiheit – nicht noch mehr Kontrolle. Davon hattest du schon genug. Ich záhle keine Kalorien nur wieviel Gramm/Stück/Tag esse und dezit:)
4) Ist das für jeden geeignet?
Nein. Und das sollte man klar sagen. Für manche ist es mental zu streng. Für manche gesundheitlich nicht passend.
5) Was ist die wichtigste Erkenntnis?
Vielleicht bin nicht ich „falsch“. Vielleicht ist mein Körper einfach falsch versorgt – und darum überlastet.
Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung
Manches ist zuerst einfach da.
Als Gedanke.
Als Gefühl.
Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,
nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.
Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.
Nicht jetzt.
Nicht für alle.
Und ohne Erklärung.
sage ich dir Bescheid.
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