Carnivore Ernährung: 5 ehrliche Gründe fürs Umdenken

Mein Körper wollte nicht weniger. Sondern anders.

1) „Weniger“ war mein Gott

Lange dachte ich: Die Lösung ist ein einziges Wort. Weniger.
Weniger Essen. Weniger Portionen. Weniger „Schlechtes“. Weniger Kohlenhydrate. Weniger Zucker. Weniger Genuss.

Wenn es nicht funktioniert hat? Dann eben noch weniger. Noch strenger. Noch mehr Kontrolle.

Mit Anfang 40, als ich „das Ganze“ wieder angefangen habe, wollte ich eigentlich nicht mehr gegen meinen 16-jährigen Körper antreten… aber in meinem Kopf lief dieselbe Platte wie damals.

Ich erinnere mich: Mit 16 gab’s diese Phase, da haben ein Joghurt und ein Apfel für den ganzen Tag gereicht. Ich bin auf 47 Kilo runter. Sah sogar gut aus.


Und dann? Kaum sind ein paar warme Sandwiches reingerutscht, war alles wieder da – als hätte es meinen schlanken Körper nie gegeben.

Später, 2007, kam ein bewusster Switch: Ich habe vieles an „Zusatz-Kohlenhydrat-Zeug“ weggelassen. Und ja – ich wurde wieder richtig hübsch, hatte Ergebnisse.


Aber das Muster blieb gleich: Wenn’s wackelt, zieh noch fester an.

Und währenddessen… währenddessen ging es mir immer schlechter.

2) Mein Körper hat längst gesprochen – ich hab’s falsch übersetzt

Ich war jung. Ich hab nicht jedes Wochenende durchgefeiert und trotzdem:


Ich war müde. Ich war aufgebläht. Und mein Bauch… dieser verdammte „Hubbel“. Während so viele Frauen um mich herum „flach“ waren. Egal, wo ich im Zyklus war – davor, währenddessen, danach – er war da.

Ich hab diese Frauen beneidet, deren Bauch nicht nur flach ist… sondern richtig nach innen geht, verstehst du?


Bei mir war immer dieses kleine Hügelchen und plötzlich fühlte sich jeder Anlass an wie: „Okay, wieder Diät, damit das Kleid passt.“

Meine Mutter hat immer gesagt: „Das ist deine Figur, deine Genetik. Ich hab’s auch, akzeptiere endlich“
Und ich so: Nein danke. :)

Und mein Zyklus? In meinem ganzen Leben kam die Periode nach 21–23–24 Tagen. Ich dachte: normal.


Heute sehe ich: Das war vermutlich schon hormonale Unberechenbarkeit. Jetzt? Jetzt ist es bei 28 Tagen.
…ja. Ich war auch sprachlos.

Und die Kopfschmerzen… eigenes Kapitel.
Mit 22 hatte ich Migräne bis zum Erbrechen. Drei Mal die Woche war Standard.

Nach fünf Jahren Vegetarismus fing dann die Lawine an – und rückblickend sehe ich es: Mangel, Leere, Überforderung im System. Damals wusste ich nur: Ich will hübsch sein. Mit 20 – was will man sonst?

Das Problem war: Ich kannte die Signale meines Körpers nicht. Und ehrlich – die meisten Menschen kennen sie bis heute nicht.
Also kam ich immer wieder beim gleichen Schluss raus:


„Ich esse bestimmt zu viel.“
„Ich mache es nicht gut genug.“
„Ich bin sportlich nicht genug.“

3) Sport und „Fettburner“ – wenn Erfolg zur Falle wird

Natürlich kam dann Sport. Die Phase „jeden Tag Sport“.
Und ja, ich hab sogar Fettburner-Tabletten gekauft und hör zu: Ich hab 10 Kilo abgenommen.

Also hatte ich sogar recht – und genau das ist das Gefährliche:
Wenn dein Körper eigentlich schreit, du aber ein „Ergebnis“ bekommst… dann glaubst du, das ist die Lösung.

Damals hat sich ein richtig toxischer Satz in meinem Kopf festgesetzt:
„Wenn ich wieder zunehme, dann nehme ich halt Fettburner – fertig.“

Als wäre mein Körper eine Maschine.


Als wäre die Antwort immer: Zieh die Schraube noch ein bisschen rein.

Aber innerlich… innerlich wurde es schlimmer, und das konnte ich irgendwann nicht mehr mit „ich bin nicht diszipliniert genug“ erklären.

4) Der Wendepunkt: nicht weniger… sondern anders

Dann kam dieser Satz, den ich heute im Schlaf kann:

Es lag nicht an der Menge.

Als ich fleischbasiert angefangen habe zu essen, ist nicht passiert, dass ich weniger gegessen habe.
Im Gegenteil: Es gab Tage, da waren 500 Gramm bis 1 Kilo Fleisch ganz normal.

Wenn du vorher höchstens einmal pro Woche überhaupt „Tier“ gegessen hast, ist das ein brutaler Switch.
Und ja: Ich liebe Grieben, Speck, Knochenmark… aber täglich? In diesen Mengen?


Das ist nicht „Diät-Menge“. Das ist Versorgung.

Und dann passierte etwas, wovor ich Angst hatte – nämlich… es passierte nicht.


Ich wurde nicht schwer. Nicht langsam. Kein „Food-Koma“, kein Hinsetzen-müssen, kein „zehn Minuten Pause, Kaffee, schlafen“.

Dabei habe ich Fett mit Fett gegessen, verstehst du? Eigentlich hätte „Boah, mir wird schlecht“ kommen können.
Kam nicht.

5) Essen wurde simpel – und plötzlich war alles klar

Der Switch war nicht nur: „Ich streiche Dinge.“
Der Switch war: Das Essen selbst wurde anders.

Einfacher. Überschaubarer.
Ich hab nicht mehr alles mit allem gemischt, nach dem Motto „von allem ein bisschen, das ist ausgewogen“. Es ist Falsch, als Erfahrung nach.

Heute sag ich’s ganz direkt: Bei mir war das lange ein riesiger Blablabla.
Weil „ausgewogen“ in der Praxis bedeutete: Ich esse alles… und mein Körper schreit trotzdem nach „da fehlt was“.

Und ganz ehrlich: Wie praktisch ist das eigentlich?


Bloss nicht erleben, wie gut es dir gehen kann mit echtem Fleisch und tierischem Fett.


Stattdessen sollst du dich mit 5–20 Mini-Mahlzeiten „satt managen“ – Getreide, Gemüse, Obst… und bei mir hat das immer nur eins gemacht: mich aufgeblasen und zugenommen. (In klein und in groß.)

Deshalb Jo-Jo. Deshalb „im Urlaub +5 Kilo“. Deshalb die ewige Diät davor, danach oder währenddessen – nur damit ich wieder „schlank“ bin.

Ich hab nicht kombiniert, nicht gezählt. Endlich.


Kaloriendefizit-Mathe hab ich immer gehasst. Vielleicht bin ich schlecht in Mathe – oder ich hab einfach gespürt: So will ich nicht leben und ehrlich: Es ist auch einfach nicht der Punkt.

Hier war’s: Protein, Fett, Eier. Fertig.
Ich esse, bis ich satt bin und ich muss nicht den nächsten Bissen „managen“.

6) Stabile Energie: kein Push – sondern Ruhe

Die auffälligste Veränderung: meine Energie wurde stabil.


Nicht dieses „Uuuh ich bin so motiviert“-High. Sondern dieses ruhige, zuverlässige Fundament.

Keine Achterbahn.

Keine krassen Einbrüche.
Keine Stimmungsschwankungen wie bei einem übermüdeten Kind.


Ich musste auch nicht dauernd korrigieren:

„Ach, nur kurz was Kleines…“
„Oh, das wäre jetzt so gut…“
„Ich hab’s gesehen – also nehmen wir’s mit…“

Dieser Druck, ständig „noch etwas“ reinzuwerfen… der war weg.

7) Snacken wurde nicht verboten – es wurde unnötig

Mein Körper hat keine Snacks verlangt. Kein „Nachlegen“. Kein „da fehlt noch was“.

Und dann kam dieser Moment, in dem es Klick gemacht hat:
Es war nicht so, dass meine Willenskraft größer geworden ist.
Ich hatte einfach kein Mangelgefühl mehr.

Und ja: Ich bin nicht super süß. Eher Pizza-Schnecke als Zimt-Schnecke.
Aber ich möchte gute Desserts essen: Tiramisu, Brownie, Cremeschnitten –Ungarn sind wir da Weltmeister.

Trotzdem bin ich dran vorbeigelaufen… ohne Drama. Ohne „ich müsste“.


Eher so: „Nee danke. Lass mal. Um Himmels willen.“

Das ist das Verrückte: Ich hab’s nicht verboten. Ich hab nicht gekämpft.
Ich brauchte es einfach nicht.

Ich habe mich einfach 1000x besser gefühlt ohne Zuckersache.


Und wenn du das einmal erlebt hast – dann machst du’s nicht, weil du „brav“ bist, sondern weil du dich so besser fühlst.

8) Supplements: wenn dieses „ich muss was ausgleichen“ verschwindet

Früher hatte ich ständig das Gefühl, ich muss irgendwas ausgleichen.
Ich hab alles genommen: Kollagen, Multivitamine, gute Qualität, clean… und trotzdem: als würde etwas fehlen.

Mit fleischbasierter Ernährung ist dieses Mangel-Gefühl verschwunden und das Komische: Wenn ich die Sachen nicht nehme, geht’s mir nicht schlechter. Im Gegenteil – mir geht’s richtig gut.

Nicht, weil ich „stärker“ geworden bin.


Sondern weil ich keinen Mangel aufbaue: Ich achte auf die Verhältnisse, esse, was ich brauche – und mein Körper bekommt, was er braucht.

Wenn der Körper bekommt, was er braucht… dann bist du nicht den ganzen Tag im Kopf:


„Was muss ich bestellen?“
„Was fehlt?“
„Ist das jetzt davon?“
„Wie löse ich dieses Symptom noch schnell?“


Diese ganze Nummer… ist plötzlich viel leiser.

9) Ich bin nicht zurück – weil ich das Ergebnis schon kenne

Heute denke ich nicht mehr darüber nach, wie ich weniger essen kann.
Ich gehe nicht zurück zu etwas, das nicht funktioniert hat.

Wenn du 22 Jahre lang etwas machst und das Ergebnis ist: müde, aufgebläht, zerstreut – und du gibst dir ständig die Schuld… dann ist der logische nächste Schritt nicht: nochmal dasselbe.

Viele „Veränderungen“ sind bei uns nur Ersatz:
Wenn kein Brot, dann Roggenbrot.
Wenn nicht das, dann das.
Wenn nicht das, dann irgendwas anderes.

Das Denken bleibt gleich: „Mach’s halt schlauer, damit du am Ende wieder das Gleiche bekommst.“

Ich hab verstanden: Es gibt Dinge, die muss man nicht ersetzen.
Manche Dinge muss man einfach nicht essen, weil sie dich kaputt machen.

Als ich angefangen habe, nicht mehr alles zu essen… ging’s mir plötzlich: gut.

10) Keine Regel. Keine Methode. Erfahrung.

Das ist Keine Mission. Kein „alle müssen das machen“.
Das ist meine Erfahrungen.

Weißt du, was daran lustig ist?


Ich bin vor zehn Jahren schon mal über diese Richtung gestolpert und hab gesagt:


„Oh Gott. Was für ein Quatsch. Wozu?“

Genau so, wie ich früher auch über Veganismus gedacht habe.
Dann hab ich beides ausprobiert.


Und der Unterschied? Himmel und Erde. Nicht vergleichbar.

Mein Körper wollte nicht weniger.


Er wollte etwas, das er nutzen kann. Einbauen kann.
Etwas, das nicht nur einlagert, sondern funktioniert.

Und wenn du einmal erlebt hast, wie es ist, wenn dein Körper nicht dein Feind ist, sondern dein Partner…


dann ist es schwer, wieder zurückzugehen zu „weniger“.

Mini-FAQ

1) Funktioniert das für alle?
Nein. Und es muss auch nicht. Bei mir hat’s funktioniert.

2) Hattest du Angst vor Fett?
Ja. Und dann hat mir mein Körper gezeigt: Nicht Fett war mein Problem – sondern Chaos und Kohlenhydrat-Überlastung.

3) Was war die größte Überraschung?
Dass ich keine „Super-Willenskraft“ brauche – sondern dass Mangel leiser werden kann.

4) Warum redest du nicht über Abnehmen?
Weil sich bei mir zuerst nicht nur die Figur verändert hat, sondern die „Lautstärke“ meines Körpers und das hat alles verändert.

Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung

Manches ist zuerst einfach da.

Als Gedanke.

Als Gefühl.

Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,

nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.

Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.

Nicht jetzt.

Nicht für alle.

Und ohne Erklärung.

Wenn du wissen möchtest, wann sich dieser Weg öffnet,

sage ich dir Bescheid.

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