Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der mein Körper ein ständiges Projekt war.
Eine echte Herausforderung.
Er war nicht einfach im Hintergrund – er war die Hauptrolle.
Mit dreizehn Jahren bekam ich nach einer schweren Lungenentzündung zwei Wochen Krankenhaus.
Ich nahm nicht bewusst, nicht durch eine Diät ab, einfach, weil mein Körper krank war.
Und zum ersten Mal dachte ich:
„Ich sehe gut aus.“
Ich fühlte mich unglaublich wohl in meiner Haut.
Biologie interessierte mich damals noch nicht besonders.
Hormone, Blutzucker, Stoffwechsel – das waren keine Themen für mich.
Ich wusste nur:
Der Rock passt.
Die Jeans sitzt perfekt.
und endlich konnte ich Bauchshirts tragen und meinen Bauch zeigen.
Das hatte ich früher nie gekonnt, weil mein Bauch immer aufgebläht und nach außen gewölbt war.
Mit sechzehn kam meine erste „perfekte“ Diät.
Diszipliniert. Genau. Konsequent.
Ich nahm ab – von 65 kg auf 47 kg.
Ich war energiegeladen. Schlank. Hübsch.
Ich dachte: Das ist der Weg.
Einfach wenig essen – dann ist alles gut.
Doch irgendwann war die Diät vorbei, und alles kam zurück, mehr sogar als vorher, so ging das jahrelang.
Diät.
Disziplin.
Erleichterung.
Gewichtszunahme.
Neustart.
Neustart.
Neustart.
Mein ganzes Leben drehte sich um Diäten.
Selbst wenn ich meinen Lebensstil änderte, begann ich nach einiger Zeit wieder zuzunehmen.
Ich hatte nie wirklich Ruhe.
Der Jo-Jo-Effekt begleitete mich ständig. Ich habe mich nicht gehasst, war auch nicht extrem, aber ich mochte meinen Körperbau nicht und fragte mich immer wieder, warum ich anscheinend zu den Menschen gehöre, die leicht zunehmen.
Ich musste immer aufpassen.
Weniger essen.
Mehr bewegen.
Kontrollieren.
Mein Körper war ein permanentes Managementprojekt.
Wenn ich müde war, suchte ich nach Erklärungen.
Wenn ich Hunger hatte, analysierte ich.
Wenn ich schlechte Laune hatte, suchte ich nach Ursachen.
Mein Körper hielt mich mit seinen Signalen ständig beschäftigt – und das kostete unglaublich viel Energie.
Als ich auf eine fleischbasierte, carnivore Ernährung umstellte, suchte ich keine Philosophie, keine Ideologie. Ich wollte einfach nur Ruhe.
Ich wollte einen Körper, der leichter funktioniert.
Entspannter, und endlich stabil, und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte:
Mein Körper begann, weniger zu verlangen.
Ich jagte dem Essen nicht mehr hinterher.
Keine Heißhungerattacken.
Kein „Essen im Kopf“.
Ich war satt.
Zufrieden.
Von morgens um 7 bis abends um 23 Uhr stabile Energie gehabt
Ohne Kaffee.
Ohne Achterbahn.
Ich optimierte nichts mehr, zählte ich nichts mehr. Es funktionierte einfach.
Ich denke nicht mehr den ganzen Tag darüber nach, wann ich das nächste Mal essen werde.
Ich überlege nicht ständig neue Rezepte.
Ich analysiere meinen Zustand nicht permanent.
Einkaufen geht schnell.
Kochen ist einfach.
Die Entscheidungen sind minimal.
Was dadurch frei wurde:
drei Stunden Zeit – jeden Tag.
Zeit.
Aufmerksamkeit.
Präsenz.
Mentaler Raum.
Früher war die Versorgung meiner Familie mein „Hobby“.
Doch eigentlich war es eher Gewohnheit oder Verpflichtung.
Manchmal weiß man gar nicht mehr, wer man selbst ist oder wohin man sich entwickeln möchte.
Heute nutze ich diese drei Stunden anders.
Die Zeit mit meinen Kindern ist bewusster geworden, weil das Essen bereits vorbereitet ist – ich muss es nur noch servieren, und auch für mein Business hatte ich endlich Raum.
Ich konnte neue Ausbildungen machen und mich sowohl beruflich als auch spirituell weiterentwickeln.
Das bedeutet:
Wenn ich mit meinen Kindern bin, dann bin ich wirklich mit ihnen.
Wenn ich arbeite, arbeite ich.
Nicht im Hintergrund mein Körpermanagement, Einkaufen oder Planen.
Das nicht, weil ich Zeitmanagement gelernt habe, sondern weil mein Körper nicht mehr ständig meine Aufmerksamkeit fordert.
Ein Körper, der gut funktioniert, verlangt nicht ständig Aufmerksamkeit.
Nicht, weil du ihn unterdrückst, sondern weil er keinen Grund hat, Alarm zu schlagen.
Wenn er die richtigen Nährstoffe bekommt, die richtige Menge, und genügend Mineralstoffe, zieht er sich in den Hintergrund zurück.
Er dominiert nicht.
Er fordert nicht.
Er dramatisiert nicht.
Er funktioniert einfach.
Das ist eine der tiefsten Formen von Freiheit, die ich je erlebt habe.
Ich war einmal alleinstehend. Ich war einmal kinderlos.
Aber so frei…so frei war ich selten.
Denn wenn dein Körper nicht mehr ständig Aufmerksamkeit verlangt,
dreht sich dein Leben endlich nicht mehr um ihn.
Und jetzt ganz ehrlich:
Was nimmt aktuell in deinem Alltag die meiste Aufmerksamkeit ein, wenn es um deinen Körper geht?
Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung
Manches ist zuerst einfach da.
Als Gedanke.
Als Gefühl.
Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,
nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.
Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.
Nicht jetzt.
Nicht für alle.
Und ohne Erklärung.
sage ich dir Bescheid.
Kein Newsletter. Eine einmalige Information, wenn es beginnt.