1) Der nervigste Teil: „Ich mache alles richtig“ – und es passiert trotzdem nichts
Nach der Zwillingsschwangerschaft hatte ich ca. 25 Kilo zu viel drauf. Nicht zwei. Nicht fünf. Nicht „ein bisschen Babygewicht“.
25! Und ja: sechs Monate später waren die immer noch da. 25 Kilo plus! Verdammte.......
Ich bin nicht die typische Frau, die das romantisch wegatmet mit: „Ach na ja, ich bin jetzt Mama, ist halt so.“ Nein, sorry.
Wenn du 20–30 Kilo zu viel drauf hast, ist das nicht nur ein Optik-Thema. Das ist ein Signal. Dein Körper redet und meistens sagt er nicht: „Alles gut, entspann dich.“
Die ersten sechs Monate… das war die echte Ohrfeige.
Direkt nach der Geburt: Zucker raus, Kekse raus, Pasta raus, alles Raffinierte raus. Wirklich. „Braves Mädchen“-Modus an.
Weißt du, was passiert ist? Gar nichts. Wirklich gar nichts.
Okay, maximal minus 2–5 Kilo. In einem halben Jahr. Obwohl ich schon wieder Bewegung drin hatte: bisschen Training, bisschen Cardio, sanft und schlau – weil nach einer frischen Zwillingsschwangerschaft macht man mit dem Bauch nicht auf Heldin.
Ich dachte nur: … aber das hat doch früher funktioniert.
Früher, wenn ich „wieder hübsch sein“ wollte, sind nach 3–4 Wochen kleine Wunder passiert: flacher Bauch, Glow, „oh mein Gott, ich bin wieder in Form“. (Ja – zumindest eine Zeit lang.)
Und jetzt? Gleiche Disziplin, gleiche „Diät“-Power, supergesunde, megatolle Produkte und Essen… und mein Körper hat dieses Fett einfach gehalten wie ein stures Sparkonto.
Da habe ich zum ersten Mal laut zu mir gesagt:
„Okay. Hier ist etwas kaputt.“
Oder eher: Ich war endlich ehrlich zu mir selbst: Mein Körper ist hier nicht „faul“. Hier muss etwas ganz anderes passieren oder sein.
Ich sag’s, wie es ist: Ich sehe gern gut aus.
Und noch mehr: Ich will mich gut fühlen in meinem Körper und bitte – niemand soll mir erzählen: „Du hast entbunden, jetzt ist es halt egal.“
Nein. Ist es nicht!
Als ich meinen Mann geheiratet habe, war ich schlank und geschniegelt. Er auch. Jetzt soll es plötzlich heißen: „Ach, dann passen halt 80–90 Kilo mehr auch“?
Warum sollte ich auf mich verzichten, nur weil ich Kinder bekommen habe?
Kurzfristig – klar. Der Körper hat geleistet. Aber jahrelang? Jahrzehnte? Für mich ist das kompletter Quatsch.
Ich weiß, das ist heute nicht trendy, weil dieses „Jeder Körper ist schön“-Gerede läuft. Und dieses „Akzeptier dich halt – auch wenn du unglücklich, aufgebläht und fertig bist, du kannst ja nichts dafür“ … sorry, das ist Bullshit.
Ich finde: Jeder Körper verdient es, gut zu funktionieren – und du verdienst es, dich in deinem Körper wohlzufühlen. Wenn etwas nicht funktioniert, dann klatscht man nicht dafür – dann schaut man hin und sagt: Moment. Das ist nicht okay.
Ich bin ehrlich: Am Anfang war das Ziel vor allem Abnehmen.
Nicht primär Gesundheit, nicht Hormone, nicht „innerer Frieden“ – höchstens nebenbei. Ich wollte einfach wieder zufrieden sein, wenn ich mich im Spiegel sehe.
Ganz simpel: Diese verflixten Kilos sollen runter.
Und dann kam ein Satz, der mich eiskalt erwischt hat:
„Diabetes steht schon vor der Tür.“
Da hat sich der Ton geändert. Da ging’s nicht mehr nur um „wäre schon schön, wieder Größe 36 zu tragen“. Da ging’s darum, was mit mir in 5 Jahren ist, wenn ich jetzt schon so kämpfe – und trotzdem passiert nichts.
Weil: Der Körper ist nicht blöd. Wenn etwas kippt, meldet er sich. Und die Frage ist: Schiebe ich es so lange weg, bis es laut wird? Oder höre ich endlich hin und denke:
„Du Arme. Änder jetzt was – für dich.“
Ich habe wirklich nicht ständig gemessen. Ich habe keine Waage zu Hause – und ich wollte auch keine.
Ganz ehrlich: Ich hab’s genossen, dass ich essen konnte, was ich liebe – und solange es sich gut angefühlt hat, gab’s nichts zu kontrollieren. :)
Ab und zu habe ich im Gym gewogen, wenn da eine Waage war. Wenn nicht, dann nicht.
Und weißt du, was mein Massstab war?
Meine Jeansgröße.
Wenn aus 40 plötzlich 36 wird, brauchst du nicht über Gramm diskutieren.
Für mich war das wichtig, weil die Waage dieses Ding triggert: Dauerkontrolle.
Und genau das hat mich früher fertiggemacht: rechnen, planen, „passt das heute?“, „kompensiere ich morgen?“, „was habe ich wieder falsch gemacht?“
Ich wollte das nicht mehr. Wirklich nicht.
(Abnehmen ohne Diätstress, weniger Essensgedanken, Food Noise)
Ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich bin, dass ich auf fleischbasierte Ernährung / Carnivore gestoßen bin.
Nicht so: „Haha, jetzt bin ich Carnivore, weil’s trendy ist.“
Sondern so: Okay. Schauen wir, was passiert, wenn ich mein System nicht weiter mit Müll füttere.
Und irgendwann ist es wirklich angekommen – im Kopf, im Bauch, überall: Müll bleibt Müll. Warum sollte ich ihn essen? (Kohlenhydrate)
Ich habe nicht auf die Waage geschaut. Ich habe auf meinen Körper geschaut.
Und die Kilos sind einfach runtergegangen.
Nicht dieses „Wow, minus zehn in zwei Wochen.“ (Obwohl… wäre auch nett gewesen.)
Sondern: Woche für Woche, nachvollziehbar, sauber, berechenbar – und brutal sichtbar. Wie ausgetauscht.
Ich habe Fotos gemacht. Und ich habe gesehen: Bauch… Po… Oberschenkel… Gesicht… Haut…
als hätte jemand das Licht ausgemacht bei Entzündung. So dieses „Dauer-Alarm“-Leuchten: aus.
Es sind nicht nur die Kilos gegangen. Auch die Blähungen. Das Hautchaos. Dieses „irgendwas ist immer“-Gefühl.
Und da hat’s Klick gemacht:
Nicht ich habe abgenommen. Mein Körper hat losgelassen.
Das war das Verrückteste, weil ich innerlich komplett auf Kampf eingestellt war.
Früher war die Dynamik:
ich halte mich zurück
Strenge
„Ausrutscher“
Schuldgefühl
Kompensation
Neustart am Montag
Und jetzt? Da gab’s nichts, wogegen ich kämpfen musste.
Kein „Rückfall“. Kein „es stoppt – Panik“. Kein ständiges Denken: „Wann versaue ich’s?“ Keine Cheatdays und dieses Theater.
Weil es einfach keinen starken Impuls gab, es zu „versauen“.
Wenn du wirklich satt bist, musst du nicht hundertmal am Tag Nein sagen.
Und genau das verstehen viele nicht, die immer noch glauben: Abnehmen = Disziplin.
Nein. Abnehmen ist sehr oft: Dein Körper muss nicht mehr gegen dich arbeiten, weil du ihn nicht mehr permanent vollstopfst.
Das habe ich früher nie gecheckt.
Ich habe Gewicht immer gesehen wie etwas Böses, das man bekämpfen und ausrotten muss.
Heute sehe ich: Gewicht ist eher wie ein Alarm. Der zeigt dir: Im System läuft etwas schief. Im Körper ist Stress, Chaos, Überlastung, und sorry, hier kommt der nächste provokante Satz:
Auch ein paar Kilo „zu viel“ sind nicht normal.
Nicht, weil es peinlich ist – sondern weil es ein Zeichen ist.
Ein Zeichen, das die meisten wegdrücken mit: „Alter“, „Hormone“, „Stress“.
Und ja, das spielt mit rein – aber wenn du deinen Bauch und deine Taille richtig greifen kannst und das nicht nur Haut ist: dann ist da ein Problem.
Meine beste Freundin von mir gesagt:
„Ab 40 fängst du jedes Jahr das +1 Kilo ab.“
Weil aus einem Kilo werden bis 50 schnell zehn und 10 Kg runter ist viel härter, als eins gar nicht erst draufzupacken.
Früher fand ich das „einen schlauen Spruch“.
Heute: knallharte Wahrheit. Wenn ich ihren Körper sehe – sie ist 55 – dann ist sie für mich das lebende Beispiel. :)
Sondern weil ich aufgehört habe, mich selbst zu sabotieren.
Das ist mein Grundsatz.
Nicht weil ich eine Superheldin war, nicht weil ich perfekt war, sondern weil ich aufgehört habe, die Arbeit meines Körpers zu stören.
Und was wirklich gezählt hat, war nicht die Zahl – sondern das hier:
ich hatte Energie
keine Migräne
kein hormonales Chaos
weniger oder gar keine Stimmungsschwankungen
ich musste mich nicht ständig kontrollieren
die Tage waren nicht mehr schwer im Kopf: „was habe ich gegessen, was nicht?“
Mein Körper wurde verlässlich, und das… das ist das Sexieste überhaupt. Nicht ein flacher Bauch.
Sondern: Ich habe keine Angst mehr von meinem eigenen Körper.
Heute frage ich nicht: „Wie viel wiege ich?“
Ich frage:
Wie schlafe ich?
Springen mir morgens die Augen auf?
Schlafe ich ein, wenn ich mich hinlege – oder wälze ich mich stundenlang?
Ist mein Tag stabil oder Achterbahn?
Ist da Ruhe im Körper – oder ständig Spannung?
Weil das Ganze nicht darum ging, wieder „60 Kilo“ zu sein.
Es ging darum, wieder ich zu sein.
Und ja: Wenn ich zurückgehen würde zu dem, was nicht funktioniert hat, würde mein Körper wieder signalisieren. Es bräuchte nicht lange und ich sage das ganz bewusst so:
Das ist kein Versprechen. Keine Methode. Das ist Erfahrungen.
1) Wie lange hat es gedauert, bis die 25 Kilo weg waren?
Nicht über Nacht. Sondern nachvollziehbar, Woche für Woche. Kein Sprint – eher ein Zustand.
2) Hast du Kalorien gezählt?
Nein. Und genau das war der Punkt: Abnehmen ohne Kalorienzählen. Statt Kontrolle waren die Signale meines Körpers der Maßstab.
3) Was war die größte Veränderung?
Im Kopf. Dass Essen meinen Tag nicht mehr gesteuert hat. Weniger „Food Noise“, weniger innerer Lärm.
4) Hast du nur fürs Abnehmen gemacht?
Am Anfang ja. Dann kam das Gesundheitsthema dazu (Zuckerstoffwechsel/Diabetes-Angst) – und ab da war der Fokus ein anderer.
5) Funktioniert das für jeden?
Nein. Und ich sag’s auch: Diese Lebensweise ist nicht für jeden. Aber meine Erfahrung bleibt trotzdem wahr und probiere kannst du immer.
Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung
Manches ist zuerst einfach da.
Als Gedanke.
Als Gefühl.
Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,
nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.
Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.
Nicht jetzt.
Nicht für alle.
Und ohne Erklärung.
sage ich dir Bescheid.
Kein Newsletter. Eine einmalige Information, wenn es beginnt.