Zum Weihnachtsglück braucht es keinen Kuchen – nur einen richtig guten Braten
Weihnachten ohne Zucker – für Fleischliebhaber.
Weihnachten bedeutet für viele:
Plätzchen.
Lebkuchen.
Stollen.
Dessert.
Noch ein Dessert.
Und danach die berühmte Frage:
„Warum fühle ich mich eigentlich, als hätte ich den Weihnachtsbaum mitgegessen?“
Aber was wäre, wenn wir Weihnachten dieses Jahr etwas anders feiern?
Weniger Zucker.
Weniger Daueressen.
Weniger Lebensmittel, nach denen man sich anschließend drei Tage erholen muss.
Dafür:
Fleisch. Eier. Speck. Butter. Ein richtig guter Braten.
Klingt für mich inzwischen deutlich festlicher.
Denn ein zuckerfreies Weihnachtsmenü muss weder langweilig noch kompliziert sein.
Im Gegenteil.
Gerade wenn du Fleisch liebst oder Carnivore, Keto bzw. Low Carb lebst, kann Weihnachten kulinarisch erstaunlich einfach werden.
Und das Beste?
Du musst nicht drei Tage in der Küche stehen, um anschließend völlig erschöpft am Weihnachtstisch zu sitzen.
Warum Weihnachten ohne Zucker?
Früher habe ich auch an Weihnachten ständig darauf geachtet:
Wie viel darf ich essen?
Wie viel Brot?
Wie viel Kuchen?
Wie viele Kohlenhydrate?
Wie verhindere ich, dass nach Weihnachten wieder ein paar Kilo mehr auf der Waage stehen?
Und das Verrückte ist:
Ich aß damals die angeblich „gesunden“ Varianten.
Vollkorn.
Roggen.
Andere Alternativprodukte.
Und trotzdem musste ich immer aufpassen, weil ich das Gefühl hatte, unglaublich schnell zuzunehmen.
Heute, während ich diesen Artikel schreibe, denke ich:
Interessant, dass ich das damals einfach als normal akzeptiert habe.
Seit ich meine Ernährung verändert habe, sieht Weihnachten für mich völlig anders aus.
Mein Weihnachten heute: essen, satt sein, fertig
Was mir heute besonders auffällt:
Ich brauche dieses permanente Naschen nicht mehr.
Keine:
„Nur noch ein Stück.“
Keine:
„Es ist schließlich Weihnachten.“
Keine Mischung aus Vorspeise, Brot, Kartoffeln, Hauptgang, Dessert, Plätzchen, Schokolade und nachts noch einmal Kühlschrank.
Ich esse.
Ich werde satt.
Und dann ist Ruhe.
Für mich persönlich bedeutete das in den vergangenen Jahren auch:
kein typisches aufgeblähtes Weihnachtsgefühl,
kein ständiges Snacken,
kein schwerer Bauch,
kein Gefühl, drei Tage lang nur verdauen zu müssen.
Das ist meine Erfahrung.
Und genau deshalb ist ein Carnivore Weihnachtsmenü für mich inzwischen nicht Verzicht.
Sondern Erleichterung.
Und vor allem: Weihnachten muss nicht kompliziert sein
Mein Favorit daran?
Fleischgerichte können erstaunlich unkompliziert sein.
Während andere drei Tage lang
Teig kneten,
Plätzchen ausstechen,
zehn Beilagen vorbereiten
und anschließend nicht mehr wissen, wo überhaupt noch ein Topf hinpasst,
kann mein Weihnachtsessen ziemlich entspannt aussehen.
Bei uns gibt es übrigens seit vielen Jahren sehr häufig Fondue Chinoise.
In der Schweiz kennt das praktisch jeder.
Dünn geschnittenes Fleisch.
Heiße Brühe.
Verschiedene Saucen.
Jeder gart sein Fleisch selbst.
Fertig.
Ich nenne das liebevoll:
mein Weihnachtsessen für Menschen, die Weihnachten nicht komplett in der Küche verbringen möchten.
Und für Carnivore?
Fast perfekt.
Hier kommen fünf Ideen für Weihnachten.
Einige sind streng Carnivore, andere können je nach Zutaten eher Ketovore oder Low Carb sein.
Ich trenne das bewusst, denn nur weil irgendwo Fleisch enthalten ist, wird aus einem Gericht nicht automatisch Carnivore.

Ein Klassiker.
Ein ganzes Hähnchen mit knuspriger Haut, Butter und Salz braucht eigentlich nicht besonders viel Hilfe.
Zutaten
1 ganzes Hähnchen
ca. 100 g Butter
Salz
optional Gewürze oder Kräuter nach deinem persönlichen Carnivore-Ansatz
Zubereitung
Den Backofen auf etwa 180 °C vorheizen.
Das Hähnchen trocken tupfen.
Großzügig mit Butter einreiben.
Salzen.
Anschließend je nach Größe ungefähr 75–90 Minuten braten, bis es vollständig gegart ist.
Ich achte hier lieber auf die Kerntemperatur als blind auf die Uhr.
Und dann?
Knusprige Haut.
Saftiges Fleisch.
Butter.
Mehr braucht Weihnachten manchmal wirklich nicht.
Streng Carnivore (ich esse immer ohne gewürze)
Butter + Hähnchen + Salz.
Ketovore
Du kannst zusätzlich zum Beispiel Knoblauch, Rosmarin oder Thymian verwenden.

Jetzt kommt der ungarische Teil meiner Weihnachtsküche.
In Ungarn gehört Bejgli zu Weihnachten ungefähr so selbstverständlich dazu wie Stollen oder Plätzchen in Deutschland.
Eine gefüllte Teigrolle, normalerweise mit Mohn oder Walnuss.
Nur:
Meine Variante hat mit klassischem Bejgli relativ wenig zu tun. 😂
Ich mache daraus eine Fleischrolle.
Kein Mehl.
Kein Zucker.
Kein Teig.
Dafür Protein, Fett und ordentlich Geschmack.
Zutaten
500 g Hähnchenhack oder anderes Hackfleisch
200 g Bacon
2 Eier
etwas Mascarpone, wenn du Milchprodukte verträgst
Salz
Zubereitung
Hackfleisch mit Eiern und Salz vermengen.
Zwischen Backpapier zu einem Rechteck drücken.
Eine dünne Schicht Mascarpone darauf verteilen.
Bacon darauflegen.
Anschließend vorsichtig aufrollen.
Bei etwa 180–190 °C backen, bis die Fleischrolle vollständig gegart und außen schön gebräunt ist.
Und da liegt sie:
Meine Carnivore-Antwort auf Weihnachtsgebäck.
Andere schneiden Stollen an. Ich schneide Fleisch auf, kann ich mit leben.

Die Originalversion dieses Rezepts habe ich früher mit Pilzen und Knoblauch gemacht.
Für den deutschen Artikel würde ich zwei Varianten daraus machen.
Carnivore-Version
Zutaten
Putenbrust
Butter oder Rindertalg
Sahne, falls verträglich
Salz
Putenbrust in tierischem Fett anbraten.
Salzen.
Für eine cremigere Sauce kannst du etwas Sahne hinzufügen, sofern Milchprodukte zu deinem Ansatz passen.
Kurz reduzieren lassen.
Fertig.
Ketovore-Version
Zusätzlich möglich:
Champignons
Knoblauch
So kannst du dasselbe Grundgericht an deinen persönlichen Ernährungsstil anpassen.

Dieses Gericht sieht am Weihnachtstisch richtig gut aus und ist gleichzeitig unglaublich einfach.
Zutaten
500 g Rinderhack
4 hartgekochte Eier
8 Scheiben Bacon
Salz
optional Gewürze
Zubereitung
Backofen auf ungefähr 190 °C vorheizen.
Vier Eier hart kochen und schälen.
Hackfleisch auf Backpapier zu einem Rechteck drücken.
Salzen.
Die Eier in einer Reihe in die Mitte legen.
Hackfleisch darum schließen und zu einer Rolle formen.
Anschließend komplett mit Bacon umwickeln.
Etwa 40–50 Minuten backen, bis die Rolle vollständig gegart ist.
Das Ergebnis?
Außen Bacon.
Dann Rind.
Dann Ei.
Ich weiß nicht, was Weihnachten noch von mir möchte.

Hier muss ich ehrlich sein:
Kohl ist natürlich nicht Carnivore.
Deshalb ist dieses Rezept für mich eher Ketovore bzw. Low Carb.
Aber weil gefüllter Kohl zu den klassischen ungarischen Winter- und Weihnachtsgerichten gehört, möchte ich ihn trotzdem nicht komplett aus dem Artikel werfen.
Die entscheidende Änderung:
Kein Reis.
Die Füllung besteht überwiegend aus Fleisch.
Zutaten
1 kg Schweinehack
Sauerkraut bzw. Kohlblätter
Speck
optional Wurst ohne Zuckerzusatz
Salz
Gewürze nach persönlicher Verträglichkeit
Zubereitung
Hackfleisch würzen.
In Kohlblätter füllen.
Mit Speck und eventuell Wurst in einem großen Topf schichten.
Langsam garen, bis das Fleisch vollständig durch und der Kohl weich ist.
Wenn du streng Carnivore isst
Dann lass den Kohl einfach weg.
Mach aus derselben Fleischmasse große Hackfleischrollen und umwickle sie mit Bacon.
Problem gelöst.
Diese Frage finde ich immer wieder spannend.
Warum muss Fleisch eigentlich immer eine Beilage brauchen?
Warum ist ein wunderschöner Braten angeblich „unvollständig“, wenn daneben kein Kartoffelberg liegt?
Ich sehe das heute völlig anders.
Mein Fleisch braucht keine emotionale Unterstützung durch Kartoffeln.
Es kommt auch allein zurecht. 😉
Wenn ich satt bin, bin ich satt.
Das ist die eigentliche Aufgabe einer Mahlzeit.
Gerade für die Schweiz gehört es bei vielen Familien zu Weihnachten oder Silvester sowieso dazu.
Und ganz ehrlich:
Für Carnivore ist Fondue Chinoise genial.
Du brauchst:
Rindfleisch
Kalbfleisch
Schweinefleisch
eventuell Geflügel
Brühe
Eier- oder Butterbasierte Saucen
Salz
Die klassischen Beilagen kannst du einfach weglassen.
Jeder sitzt am Tisch.
Niemand rennt permanent in die Küche.
Das Essen dauert lange.
Man redet.
Man lacht.
Man isst Fleisch.
Für mich ist das Weihnachten.Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisicing elit. Autem dolore, alias, numquam enim ab voluptate id quam harum ducimus cupiditate similique quisquam et deserunt, recusandae.
Auch Raclette lässt sich ziemlich einfach carnivorisieren.
Normalerweise gibt es:
Kartoffeln.
Brot.
Mais.
Gemüse.
Und natürlich Käse.
Meine Version?
Fleisch + Käse.
Oder:
Fleisch statt Brot zum Tunken.
Ich habe das bereits mit Reh- und Rindfleisch gemacht.
Und ich sage nur:
Das Brot hat mir nicht gefehlt.
1. Mach Fleisch zum Hauptdarsteller
Nicht:
„Welches Fleisch passt zu meinen Beilagen?“
Sondern:
Welches richtig gute Fleisch möchte ich essen?
Rind.
Schwein.
Lamm.
Wild.
Geflügel.
Fisch.
Dann baust du das Menü darum.
2. Hör auf, zehn Ersatzprodukte zu bauen
Du musst nicht unbedingt
Carnivore-Brot,
Carnivore-Nudeln,
Carnivore-Kuchen,
Carnivore-Kekse
und Carnivore-irgendwas nachbauen.
Manchmal ist es viel entspannter zu akzeptieren:
Ich esse jetzt einfach etwas anderes.
3. Iss dich bei der Hauptmahlzeit satt
Das klingt banal.
Ist es aber nicht.
Wenn du eine kleine Light-Mahlzeit isst und anschließend drei Stunden lang Plätzchen anschaust, wird Weihnachten ziemlich anstrengend.
Ich esse lieber eine richtige Mahlzeit.
Protein.
Genügend Energie.
Fett entsprechend Hunger und Verträglichkeit.
Und anschließend interessiert mich der Keksteller erstaunlich wenig.
Ja.
Die Weihnachtsstimmung steckt nicht im Zucker.
Sie steckt nicht im Mehl.
Und sie steckt auch nicht in 400 Gramm Plätzchen.
Sie steckt in:
Familie.
Zeit.
Gesprächen.
Musik.
Lichtern.
Erinnerungen.
Gemeinsamem Essen.
Und genau deshalb muss ich nicht jedes Weihnachtsritual essen, um Weihnachten zu feiern.
Das war für mich ebenfalls eine wichtige Erkenntnis.
Auch das muss ich sagen.
Nur weil auf einer Verpackung steht:
„ohne Zucker“
wird daraus nicht automatisch ein Lebensmittel, das ich jeden Tag essen möchte.
Es gibt genug
Low-Carb-Kekse,
Keto-Riegel,
Zuckerersatz-Desserts
und hochverarbeitete Ersatzprodukte.
Ich persönlich will nicht Weihnachten damit verbringen, Zucker ständig zu imitieren.
Mein Ansatz ist einfacher:
echtes Essen.
Fleisch.
Eier.
Fisch.
Butter.
Speck.
Und Milchprodukte, wenn ich sie vertrage.
Früher dachte ich viel mehr darüber nach:
Wie viel habe ich gegessen?
Wie viel darf ich noch?
Was zeigt morgen die Waage?
Muss ich im Januar wieder Diät machen?
Heute denke ich:
Bin ich satt?
Wenn ja:
fertig.
Und das ist für mich unglaublich befreiend.
Ich muss Weihnachten nicht erst „überleben“ und im Januar meinen Körper bestrafen.
Nicht jeder in deiner Familie muss Carnivore essen, nur weil du es tust.
Meine Familie isst ebenfalls nicht komplett wie ich.
Und das funktioniert.
Ich stelle nicht Weihnachten auf den Kopf und erkläre allen, dass ihre Kartoffel jetzt verboten ist.
Ich esse das, was zu mir passt.
Die anderen essen das, was zu ihnen passt.
Am Ende sitzen wir trotzdem gemeinsam am Tisch.
Das ist wichtiger.
Wenn ich heute ein unkompliziertes Festmenü zusammenstellen müsste, sähe es ungefähr so aus:
Vorspeise
Kräftige Fleischbrühe.
Hauptgang
Rinderbraten, Schweinebraten, Wild oder Fondue Chinoise.
Dazu
Eier, Bacon oder Käse – je nach Menü und Verträglichkeit.
Für diejenigen, die nicht streng Carnivore essen
Ketovore Beilagen nach Wunsch.
Für mich
Noch etwas Fleisch. 😂
Ganz ehrlich?
Ich mag dieses Wort inzwischen nur noch bedingt.
Denn häufig bedeutet „gesundes Weihnachtsessen“:
Light.
Fettarm.
Vollkorn.
Zuckerersatz.
Salat.
Und anschließend hat jeder Hunger.
Ich möchte lieber Lebensmittel auswählen, von denen ich weiß:
Sie sättigen mich und ich fühle mich damit gut.
Für mich sind das heute überwiegend tierische Lebensmittel.
Das muss nicht deine Erfahrung sein.
Aber du kannst es ausprobieren.
Ich sage nicht:
Du darfst niemals wieder Weihnachtsgebäck essen.
Ich sage:
Vielleicht lohnt es sich einmal herauszufinden, ob du es wirklich brauchst.
Denn Weihnachten funktioniert auch ohne permanente Zuckerzufuhr.
Und mein persönliches Weihnachtsglück?
Braucht heute keinen ungarischen Bejgli.
Keinen Stollen.
Und keine fünf Sorten Plätzchen.
Gebt mir:
einen guten Braten,
etwas Salz,
eine schöne Sauce,
meine Familie
und einen entspannten Abend.
Damit bin ich ziemlich glücklich.
Willst du 15 Tage ohne Zucker ausprobieren?
Wenn du nach Weihnachten nicht wieder sagen möchtest:
„Ab Januar muss ich unbedingt etwas ändern …“
dann musst du nicht bis Januar warten.
Du kannst jetzt beginnen.
In meinem 15-Tage-Carnivore-Reset zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Ernährung vereinfachst und Zucker bzw. stark verarbeitete Kohlenhydratquellen aus deinem Alltag entfernst.
Du bekommst:
eine klare Struktur,
Lebensmittelideen,
einfache Mahlzeiten,
Unterstützung beim Einstieg,
praktische Lösungen für Alltag und Feiertage.
Nicht perfekt.
Nicht kompliziert.
Sondern umsetzbar.
Denn vielleicht stellst du fest:
Zum Weihnachtsglück braucht es tatsächlich keinen Kuchen – sondern einfach einen richtig guten Braten.
Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung
Manches ist zuerst einfach da.
Als Gedanke.
Als Gefühl.
Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,
nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.
Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.
Nicht jetzt.
Nicht für alle.
Und ohne Erklärung.
sage ich dir Bescheid.
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