Nur das ist verschwunden, was mich ständig geschwächt hat.
Es war kein mentales Problem. Sondern ein biologischer Überlebenszustand.
Lange Zeit dachte ich, ich sei einfach zu sensibel.
Dass das Problem bei mir liegt.
Dass ich mich einfach „mental in Ordnung bringen“ muss.
Dass ich belastbarer sein sollte.
Dass ich ruhiger sein sollte.
Dass ich wahrscheinlich nicht genug meditiere.
Nicht richtig atme, nicht gut genug mit Stress umgehe.
Bestimmt fehlt mir einfach noch ein weiteres Selbstentwicklungs-Tool.
Eine neue Technik, ein weiteres spirituelles Werkzeug, und ich habe es gemacht.
Innere Arbeit.
Atemtechniken.
Selbstreflexion.
Reiki.
Engelkommunikation.
Medium-Ausbildung.
Ich habe darin gearbeitet, anderen geholfen, haben es sich Türen geöffnet.
Ich hatte echte, tiefe Erfahrungen und trotzdem.
Die Reizbarkeit war da, die Überreaktionen waren da, die innere Spannung, die Stimmungsschwankungen, dachte immer: Das ist seelisch, ist das mental.
Das ist eine Frage der Einstellung.
Eine Sache habe ich nicht gesehen.
Mein Körper war im permanenten biologischen Überlebensmodus.
Heute sehe ich es klar.
Die Blutzuckerschwankungen.
Die hormonellen Schwankungen.
Die ständige Anpassung an Mahlzeiten.
Dieses permanente Denken:
„Was esse ich? Wann esse ich? Darf ich noch etwas essen?“
Das war kein emotionaler Block.
Das war ein Körper im Überlebensmodus und solange der Körper überlebt, kann der Kopf nicht zur Ruhe kommen.
Du kannst meditieren, kannst atmen, kannst an deinem Ego arbeiten.
Wenn dein Körper im Dauerstress ist, wird dein Gehirn nicht still.
Als ich begonnen habe, mich fleischbasiert zu ernähren, war nicht das Erste, was mir aufgefallen ist, was ich esse, sondern: Mein Kopf hat aufgehört, ständig zu kreisen.
Nicht das klare, kreative Denken, sondern dieses innere Getrieben-Sein.
Dieses Gefühl von:
schnell, schnell, schnell – ich muss noch das machen.
Immer reagieren.
Immer lösen.
Immer organisieren.
Immer kompensieren.
Das ist verschwunden.
Ich musste mich nicht in die Berge zurückziehen.
Ich musste kein Zen-Mönch werden.
Ich musste nicht stundenlang meditieren, um nicht durchzudrehen.
Es wurde einfach still, eine ungewohnte Stille,Ruhe, Einfachheit.
Das ist der wichtigste Punkt.
Ich bin nicht disziplinierter geworden.
Ich habe nicht mehr Selbstkontrolle.
Ich bin nicht „mental stärker“.
Es ist einfach dieser innere Lärm verschwunden, der mich ständig geschwächt hat.
Ich musste mir nichts mehr beweisen, nichts mehr kompensieren.
Ich musste mich nicht ständig „zusammenreißen“, Gedanken kommen, und gehen.
Sie brennen sich nicht mehr ein.
Sie werden nicht zu tagelangem Grübeln, nicht zu einem inneren Cocktail.
Wenn mich etwas belastet, ist es nach ein paar Stunden verarbeitet.
Früher waren es Tage, Wochen, nicht, weil ich stärker geworden bin, sondern weil mein Körper mich nicht mehr permanent geschwächt hat.
Ich reagiere nicht sofort.
Ich hetze nicht.
Ich habe nicht das Gefühl, dass alles dringend ist.
Ich muss nicht auf jedes kleine Körpersignal sofort reagieren.
Nicht ständig etwas „reparieren“, nicht alles analysieren.
Mein Körper ist zu einem Partner geworden, kein Gegner, kein Projekt, kein System, das ich ständig optimieren muss und wenn der Körper nicht permanent Entscheidungen einfordert, wird der Kopf frei.
Wir sagen so gerne: „Alles beginnt im Kopf.“
Ich glaube das nicht.
Ich denke, vieles beginnt im Körper.
Zu viele Kohlenhydrate.
Ultraverarbeitete Lebensmittel.
Zusatzstoffe.
Ständige Blutzuckerschwankungen.
Hormonelle Instabilität.
Das ist biologischer Stress.
Solange der Körper im Stress ist, kann auch die Seele nicht zur Ruhe kommen.
Du kannst nicht nur die Seele behandeln, nicht nur den Körper, nicht nur den Geist.
Es funktioniert nur zusammen aber die Basis ist immer der Körper.
Diese Lebensweise ist nicht für jeden und ich will niemanden überzeugen.
Ich habe nicht umgestellt, um besser auszusehen.
Nicht, um stärker zu sein.
Nicht, um eine „bessere Version“ von mir zu werden.
Ich wollte einfach ruhiger leben und heute weiß ich:
Ich bin nicht mental stärker geworden.
Es ist einfach verschwunden, was mich die ganze Zeit geschwächt hat.
Nicht jeder Weg beginnt mit einer Entscheidung
Manches ist zuerst einfach da.
Als Gedanke.
Als Gefühl.
Die Haltung, die in diesem Blog sichtbar wird,
nimmt an einem Punkt eine geführte Form an.
Diesen Rahmen nenne ich CarnieGo.
Nicht jetzt.
Nicht für alle.
Und ohne Erklärung.
sage ich dir Bescheid.
Kein Newsletter. Eine einmalige Information, wenn es beginnt.